Green Cement Day Innovative Prozesse und Analytik für CO₂‑reduzierten Zement

Das Event vereint neueste Erkenntnisse zur Probenvorbereitung, Analytik und thermischen Verarbeitung in der Zement- und Baustoffindustrie. Es zeigt, wie präzise Materialanalysen und innovative Verfahren die Entwicklung nachhaltiger, CO₂‑reduzierter Zemente unterstützen und damit zentrale Impulse für eine zukunftsorientierte Bauwirtschaft setzen.
 

Bringen Sie gern Ihre eigene Proben mit! 
Diese werden für Sie in unseren Laboren verarbeitet.

Die Seminarteilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

Termine

01. Juli 2026
Firmenzentrale RETSCH
Retsch-Allee 1-5, 42781 Haan

Ablauf

08:30 - 09:00Begrüßung
09:00 - 10:00RETSCH
Praxisnahe Probenvorbereitung und Materialaktivierung für moderne Analytik
10:00 - 11:00MICROTRAC
Schlüsselparameter für die Entwicklung von Green Cement
11:00 - 11:10Kaffeepause
11:10 - 11:40CARBOLITE 
Innovative thermische Laborprozesse für nachhaltige Zementinnovationen
11:40 - 12:10ELTRA
Qualitätssicherung in konventionellem und grünem Zement
12:10 - 13:00RIGAKU
WDXRF – das wichtigste Analyseinstrument zur Elementanalyse
13:00 - 14:00Mittagspause & Kaffee
14:00 - 16:00Demonstration der Geräte
16:00Ende

RETSCH Von klassischem bis grünem Zement:
Praxisnahe Probenvorbereitung und Materialaktivierung für moderne Analytik

In diesem Vortrag beschäftigen wir uns mit einer zentralen Fragestellung der Zement- und Baustoffanalytik: Worauf kommt es bei einer optimierten Probenvorbereitung und Homogenisierung von mineralischen Proben an? Welche Faktoren sind entscheidend, damit Analysenergebnisse – z. B. für XRF, XRD oder chemische Analytik – repräsentativ, reproduzierbar und vergleichbar sind? Anhand klassischer Zementanwendungen sowie neuer Anforderungen durch grünen Zement und alternative SCMs wird gezeigt, wie stark eine nicht optimal abgestimmte Probenvorbereitung die Qualität der späteren Analytik beeinflussen kann.

Um eine zuverlässige und effiziente Probenvorbereitung zu gewährleisten, müssen stets mehrere Aspekte gemeinsam betrachtet werden:

  • Die geeignete Mühle in Abhängigkeit von Materialeigenschaften und Zielanalytik
  • Das optimale Zubehör und der richtige Werkstoff zur Minimierung von Abrieb und Kontamination
  • Praxisnahe Fallbeispiele zur Homogenisierung klassischer Zementmaterialien sowie alternativer SCMs
  • Vermahlung bei Raumtemperatur oder gekühlt – insbesondere bei Sekundärbrennstoffen
  • Mechanische Aktivierung von Tonen – wie geht das?
  • Siebung als Qualitätskontrolle der Partikelgrößenverteilung – Herausforderungen und Lösungsansätze bei sehr feinen Pulvern


Prowadzący:
Dr. Tanja Butt, Produktmanager RETSCH GmbH

MICROTRAC Von Partikeln bis Porosität:
Schlüsselparameter für die Entwicklung von Green Cement

Die Entwicklung nachhaltiger Zemente und alternativer Bindemittelsysteme erfordert eine präzise Charakterisierung zementärer Materialien. Besonders bei CO₂‑reduzierten Bindemitteln und SCMs wie kalziniertem Ton, Schlacke oder Flugasche sind Partikelgröße, ‑verteilung, ‑form und Dispergierbarkeit zentrale Einflussgrößen, da sie Reaktivität, Hydratation und Verarbeitbarkeit maßgeblich bestimmen. Untersuchungen zu Agglomerationsverhalten und Suspensionsstabilität liefern wichtige Erkenntnisse zum Partikelverhalten im Frischzustand, während die Porosität des erhärteten Materials Aufschluss über Festigkeit, Transportprozesse und Dauerhaftigkeit gibt. Ein integrierter Ansatz, der diese Parameter gemeinsam betrachtet, bildet die Grundlage für Forschung, Prozessoptimierung und Qualitätskontrolle.

Für eine ganzheitliche Bewertung von Green‑Cement‑Materialien sind insbesondere folgende Aspekte relevant:

  • Auswahl geeigneter Messtechniken passend zu Material und Fragestellung
  • Charakterisierung von Partikelgröße, ‑verteilung, ‑form und Morphologie
  • Untersuchung von Dispergierbarkeit, Agglomerationsverhalten und Suspensionsstabilität
  • Analyse der Porosität zur Bewertung von Festigkeit, Transport und Dauerhaftigkeit


Prowadzący:
Dr. Klaus Friedel, Teamleader Sales DACH Adsorption & Katalyse

CARBOLITE Innovative thermische Laborprozesse für
nachhaltige Zementinnovationen

In diesem Vortrag wird erläutert, wie moderne thermische Verarbeitungsverfahren die Forschung und Entwicklung von CO₂‑armem („grünem“) Zement ermöglichen – insbesondere bezogen auf die LC3‑Technologie (Limestone Calcined Clay Cement). LC3 reduziert den Klinkeranteil und damit den CO₂‑Fußabdruck von Zement, indem calcinierter Ton die herkömmlichen, stark CO₂‑intensiven Klinkerbestandteile teilweise substituiert.

Der optimierte Calcinierungsprozess erzeugt hochreaktive Materialien, die die Leistungsfähigkeit des Zements bewahren und gleichzeitig die Emissionen im Vergleich zu Portlandzement deutlich senken. Zuverlässige und präzise thermische Laborprozesse sind daher entscheidend für die Entwicklung, Optimierung und Bewertung dieser nachhaltigen Zementarten.

Im Vortrag werden folgende Aspekte besonders hervorgehoben:

  • Kontrollierte Calcinierung von Ton für die Herstellung reaktiver Bestandteile.
  • Aschebestimmung und Materialvorbereitung für konsistente Forschungsergebnisse.
  • Hohe Temperaturgenauigkeit und gleichmäßige Erwärmung, die reproduzierbare und verlässliche Resultate ermöglichen.


Prowadzący:
Dr. Tim Küsters, Vertriebsleiter DACH, Carbolite 

ELTRA Qualitätssicherung in konventionellem und grünem Zement
durch moderne Elementaranalyse

Elementaranalyse und Thermogravimetrie mit ELTRA Produkten spielt eine wichtige Rolle in der Zement-& Baustoffindustrie. Diese beginnt beim Abbau von Kalkstein und endet mit dem finalen Produkt. ELTRA Analysatoren können bei konventionellen , wie auch bei „Grünen Zement“ und verwendeten Rohstoffen zur Qualitätssicherung eingesetzt werden. Im Rahmen dieses Seminares werden verschiedene Aspekte der Elementaranalyse besprochen:

Kohlenstoff: Aber welche Fraktion?
ELTRA Analysatoren erlauben die Bestimmung von Kohlenstoff in verschiedenen Fraktionen wie TOC, TIC, TOC400 usw.

Schwefel: SO3 Bestimmung schnell und präzise?
Für die Bestimmung von SO3 sind verschiedene Verfahren möglich und werden mit Vor- und Nachteilen besprochen.

Glühverlust: Automatisiert mit Thermostep
ELTRA TGA Thermostep erlaubt die unbeaufsichtigte  Bestimmung von thermogravimetrischen Parametern wie Glühverlust, Asche & Feuchte


Prowadzący:
Dr. Vivien Sommer, Product Management & Application ELTRA
Dr. André Klostermeier, Product Management & Application ELTRA

Rigaku WDXRF – das wichtigste Analyseinstrument zur Elementanalyse in Zementwerken

Im Zementherstellungsprozess müssen die chemische und mineralogische Zusammensetzung der Rohstoffe sowie der Zwischen- und Endprodukte bestimmt werden, um den Prozess zu steuern und zu optimieren und eine gleichbleibende Produktqualität zu gewährleisten. Um genaue und präzise Informationen für die Qualitätskontrolle des Prozesses und die Einhaltung von Mindeststandards zu erhalten, müssen alle Rohstoffe und Endprodukte geprüft werden. Die gewonnenen Daten sind unerlässlich, um den Prozess auf die kosteneffizienteste Weise und mit höchster Qualität zu steuern. Im Prozess werden häufig alternative Brennstoffe eingesetzt, um sicherzustellen, dass wir den CO2-Fußabdruck reduzieren.

Umweltbezogene Herausforderungen

  • Die Reduzierung der CO2-Emissionen ist ein wichtiger Treiber in der Zementindustrie des 21. Jahrhunderts (zweitgrößter CO2-Emittent weltweit)
  • Steigende Produktion von Mischzementen und Verbundzementen
  • Qualitätskontrolle von Materialien wie Schlacke, Flugasche, Silikastaub, Puzzolan, …
  • Kontrolle der im Ofen verwendeten Abfälle, RDF und fossilen Brennstoffe
  • Erforschung neuer Wege zur Herstellung von „grünerem“ Zement zu geringeren Kosten
  • Optimierung des Ersatzes fossiler Brennstoffe durch alternative Brennstoffe
  • Optimierung der Rohstoffmischung zur Minimierung des CO2-Ausstoßes bei gegebener Klinkerreaktivität

SQX-FP-Kalibrierungen können verwendet werden, um die Brennstoffe oder alternativen Brennstoffe mit geringer Messunsicherheit zu quantifizieren. Brennstoffe oder Sekundärbrennstoffe: Kohle, Öl, Abfallstoffe, Reifen usw. Insbesondere Elemente, die den Ofen verunreinigen oder angreifen, wie F, Cl und Br, können mit der „Scatter-FP-Methode“ analysiert werden.
Rigaku bietet eine Reihe einzigartiger Lösungen für diese Messungen.


Prowadzący:
Carmen Kaiser Brügmann, Zementchemikerin und RFA-Spezialist

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